MCP e. V.


Haus der Hoffnung 

Das Multicultural Project for Kids (MCP e.V.) habe ich 2004 mit ein paar Freunden ins Leben gerufen. MCP hat zum Ziel, Jugendlichen aus sozial schwachen oder komplizierten privaten Verhältnissen trotz ihrer Lebenslage die Möglichkeit zu geben, ihre Zeit sinnvoll mit Sport zu verbringen. Der Verein steht unter dem Motto „Make a Change“. Kindern und Jugendliche ab zwölf Jahren haben bei uns die Möglichkeit, den Boxsport nach einer ganz besonderen Idee zu trainieren: Boxen gegen Gewalt!

Toleranz und Respekt

Ein Widerspruch? Nein, denn bei diesem Ausdauersport wird neben körperlicher wie geistiger Fitness und Technik auch auf Toleranz, Respekt, Disziplin und Teamwork wert gelegt. Fähigkeiten, die viele jungen Menschen zu Hause leider nicht mehr vorgelebt bekommen. Diese Problematik verlagert sich daher immer mehr in die Schulen – ein Problem, das Lehrer nicht alleine bewältigen können. Für mich persönlich steht der Sport dabei aber nicht alleine im Vordergrund. Denn ich möchte den Kindern nicht nur ein Trainer sein, sondern vielmehr ein Freund, an den sie sich bei Problemen oder Ängsten wenden können. Ich hatte in meinem Leben nicht immer das Glück, eine solche Bezugsperson zu haben, deswegen weiß ich, wie schwer es manchmal sein kann, immer auf sich selbst gestellt zu sein und alle Probleme alleine bewältigen zu müssen. Darüber hinaus möchte ich den Kindern und Jugendlichen Alternativen aufzeigen, wie sie ihre Zeit verbringen können. Denn für viele gibt es leider manchmal nur eine Alternative, und die ist es, Drogen zu nehmen oder kriminell und gewalttätig zu sein.

 

Für eine glückliche Zukunft

Die sportliche Betätigung bei MCP und die damit verbundene Einführung in unsere Kultur in Deutschland und Europa haben dazu geführt, dass viele dieser hoffnungslosen Jugendlichen heute eine Schulausbildung und Lehrstellen haben. Einige sind schon in festen Berufen mit eigener Familie. Auch wenn ein paar Kinder irgendwann nicht mehr trainieren kommen, freut es mich trotzdem, dass ich sagen kann, dass ich zu jedem Einzelnen noch guten Kontakt habe, sie mich manchmal besuchen kommen und mich weiterhin an ihrem Leben teilhaben lassen. Das gibt mir ein sehr gutes Gefühl, denn so bekomme ich die Bestätigung, dass das, was ich mache, das Richtige ist und in gewisser Weise trägt es dazu bei, dass ich auch meine eigene Vergangenheit und Kindheit verarbeiten kann.

 

Kreatives Schulprojekt

„Make a Change“ ist zudem der Titel eines ein deutschlandweit einzigartigen Schulprojekts zur Gewaltprävention und Integration, weil es den Boxsport mit Musik, Tanz, kreativem Schreiben und Gestalten verknüpft. Ziel ist es, sich umfassend mit dem Thema Aggression, Angst und Gewalt auseinanderzusetzen. Durch mehrere sportliche und kreative AGs lernen Kinder und Jugendliche durch qualifizierte Betreuer, wie sie mit Stress- und Gewaltsituationen besser umgehen und ein gesundes Selbstbewusstsein erlangen. Aggressionen werden quasi „umgekehrt“ – und es funktioniert! Make a Change kann mittlerweile auf mehrere ereignisreiche und spannende Jahre zurückblicken. Der Erfolg gibt uns recht: Im Jahre 2010 erhielten wir vom Oberbürgermeister der Stadt Köln die Ehrenurkunde für soziales Engagement. Eine Ehre, die unseren Elan wachsen lässt!